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![]() SHORT CUTSANDY DENZLEROctober 24, 2008—January 16, 2009 PRESS RELEASE / PRESSMITTEILUNG PRESSEMITTEILUNG Die Werke in dieser Ausstellung gehören zu Denzlers Motion Paintings, welche das scheinbare Verwischen sich rasch bewegender Objekte in einem statischen Bild imitieren. In Öl und Acryl in einer Nass-in-Nass-Methode gemalt, thematisieren sie die Rastlosigkeit, welche das zeitgenössische städtische Leben definiert. Zur Schau steht eine Gegenüberstellung von grossformatigen Mehrfiguren-Leinwänden und Portraits in extremer Nahsicht. Die Mehrfiguren-Gemälde stellen eine malerische Komprimierung von Denzlers 'Street Shootings' dar. Sie präsentieren die Sicht des Malers von dem was beispielsweise Beat Streuli in Film und Fotografie erreicht und erinnern an Peter Handkes stumme Theaterproduktionen, in denen Leute über die Bühne gehen oder eilen, dicht auf den Fersen einer unbekannten Pflicht. Denzler ist ein behutsamer Kolorist, der Weiss und Grau bevorzugt und nur gelegentlich Akzente in Erdtönen setzt. Die Farbpalette stammt von einer Zeit her als er der Farbfeldmalerei verschrieben war. Konkrete Kompositionen dienen den grossen Leinwänden nun als architektonische Kulisse, jegliche Indikatoren von Ort und Zeit verdrängend. Die seltsam sinnlichen Portraits, hingegen, ermöglichen ein plötzliches Fokussieren auf das Individuum und ein Entkommen aus der Anonymität. Der Betrachter wird mit Bildnissen von Menschen konfrontiert, die sich in der Gewalt starker Emotionen befinden, tanzen, dem Wahnsinn verfallen, sich in Trance befinden. Extreme Nahsicht und dramatisches 'Chiaroscuro' geben ihnen eine skulpturale Präsenz, veranschaulichen die Faszination des Künstlers mit Andy Warhols Screentests von Besuchern seiner 'Factory' mit Potenzial zum Star. Die verzerrten Konturen von Denzlers Figuren entziehen sich jedoch einer präzisen Deutung. Ihr Leben wird im Vorübergehen wahrgenommen, ihre Augenblicke der Wonne oder des Leides bleiben lediglich flüchtige Impressionen. Viele von Denzlers Portraitvorlagen resultieren aus Fotoshootings mit Freunden. Er weist sie an bestimmte Filmcharaktere zu mimen, wie Jessica Tandy in Hitchcocks The Birds oder Jack Nicholson in One Flew over the Cuckoo's Nest, oder gewisse Filmklischees wie Cindy Sherman in ihren Untitled Film Stills darzustellen. Auch liefern gefundene Bilder aus den Massenmedien, der Werbung und aus sozialen Internetplattformen Motive für seine Close-ups. Denzler ist fasziniert vom Konzept der Lost-ID Generation, den Jugendlichen, die sich mittels einer Webcam einem unbekannten Publikum gegenüber zu finden und zu definieren suchen. Bilder aus der Popkultur stellen Denzler ein gebrauchsfertiges künstlerisches Vokabular zur Verfügung. Er malt diese 'images trouvées' mit Präzision, nur um sie dann zu verzerren sobald sie fertig sind. Mit seiner Technik gelingt es Denzler den Akt des Malens zu visualisieren, den kreativen und den destruktiven Teil, womit er seine Rolle als Erschaffer und Erzähler der dargestellten Szenen und Stills hervorhebt. Biografie: Andy Denzler lebt und arbeitet in Zürich; studierte an der Kunstgewerbeschule und der F&F Schule für Gestaltung in Zürich, an der University of California, Los Angeles, dem Art Center of Design, Pasadena, und erhielt 2006 einen Master of Fine Arts vom Chelsea College of Art and Design, London. Er hatte Solo- und Gruppenausstellungen in Galerien europaweit, in Los Angeles und New York. Werke Denzlers finden sich in internationalen öffentlichen Sammlungen, unter denen das Weisse Haus Washington DC, Museum Würth in Schwäbisch Hall (D), die Burger Collection (CH und Hong Kong), White Cube Collection, London. |

