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![]() ROBERT SUERMONDT I CONTREBANDEMarch 14 – April 24, 2009PRESS RELEASE / PRESSMITTEILUNG PRESS RELEASE Vernissage: 13. März, 18.00 bis 20.00 Uhr Fabian & Claude Walter freuen sich die neue Serie von Gemälden und Assemblagen Robert Suermondts zu präsentieren. Unter dem Titel Contrebande, was das Schmuggeln von Gütern über eine Grenze bezeichnet, hinterfragt der Künstler die inhärente Funktion und Bedeutung bekannter Bilder, die der westlichen Gesellschaft eigen sind. Von Fotografien ausgehend, die er von den Massenmedien bezieht, untersucht der Künstler den Austausch zwischen Bild und Betrachter unter Beachtung der historischen, religiösen und soziologischen Assoziationen, welche diese Bilder evozieren. Indem er während der Umsetzung einer 'image trouvée' in die Malerei gegen die Regeln von Attraktion, Klarheit und Vollkommenheit verstösst, schleust Suermondt ein Element der Unsicherheit in das Gemälde und erschwert somit ein unmittelbares Verständnis dessen Inhaltes. Der Künstler widersetzt sich dem Dogma der visuellen Repräsentation, wodurch er ein Paradox ins Leben ruft. Robert Suermondt selektiert und repräsentiert ungewöhnliche Bildfragmente, statt eine generelle Ansicht eines Geschehens oder Objektes zu bieten. Visuell hervorgehobene Bildfelder und bedeutsame Stills aus dem zeitgenössischen städtischen Leben - oftmals nicht in ihrer ursprünglichen Orientierung - werden zu einer neuen, wenn auch scheinbar flüchtigen Vision umfassender Realitäten vereint und vermengt. Die Gemälde lassen keine flüchtige Kenntnisnahme zu und stellen Rätsel an die Betrachter. Die menschliche Gestik wird in Suermondts visueller Sprache unmissverständlich hervorgehoben: eine Berührung, die Journalistenhand, die das Mikrofon erwartungsvoll einem undefinierten Ziel entgegenstreckt, die Faust, die in Protest erhoben ist. Bewegung, Stimmung und Körpersprache formen ein Alphabet, das über Zeiträume, Kultur- und Sprachgrenzen hinweg verständlich ist. Oft spart Suermondt Köpfe aus oder ersetzt sie durch alternative Zeichen oder lesbare Leerfelder, "ein wenig im Sinne von Rorschach", sinniert er, "um eine Identifikation mit dem Werkinhalt entweder aufzuschieben oder ganz auszuschliessen; diese Aussparungen sind Unvollständigkeiten, die es dem Blick der Betrachter ermöglichen auf der Bildoberfläche zu zirkulieren". Robert Suermondts primäre Bildquelle ist die Tagespresse, zumeist kleine, schwarz-weisse Zeitungsausschnitte, die er mit Vorliebe auf Leinwände beträchtlichen Ausmasses überträgt. Ein ebensolches Beispiel ist Crash. Die erste Seite einer Tageszeitung, auf der ein Zugunfall abgebildet war, zog die Aufmerksamkeit des Künstlers auf sich: "Was mir auffiel, war wie dieses Bild unmittelbar an die Abnahme vom Kreuz erinnert. Ich war fasziniert von der Möglichkeit die Komplexität eines Bildes mit zwei verschiedenen Interpretationen in die Malerei zu übertragen, wobei ich mit der Konfrontation zweier unterschiedlicher Glaubensarten spielte, mit dem religiösen, 'göttlichen' Bild und dem fotografischen Pressebild". Des Künstlers Auffassung der 'image trouvée' wird durch sein Bewusstsein ihrer Limiten und eine Hinterfragung ihres Bezugssystems verzerrt. Wenn ein Bild als vollständig und selbstgenügsam erscheint, ist Suermondt versucht ihm die Differenz beizugeben. Er unterstützt eine unabhängige, unvoreingenommene Bildbetrachtung: "Mein Werk spielt mit der traditionellen Wiedergabe bekannter Bildtypen; ich verändere sie und konzipiere paradoxe und völlig neue Auslegungen". Es gelingt ihm, die Wahrnehmung der Betrachter durch widersprüchliche Stadien hindurchzuführen, von der Bildübersicht mit dem Versprechen eines einheitlichen Gehaltes zur allmählichen Realisation hin, dass die Details diese erste flüchtige Interpretation nicht recht bestätigen wollen. Das Bild entzieht sich leicht dem Zugriff der Betrachter. Suermondt sieht vor, "dass das fertige Gemälde, um richtig wahrgenommen zu werden, durch die Bewegung der Körper der Betrachter durchfliessen sollte". Biografie: Robert Suermondt, 1961 in Genf geboren, lebt und arbeitet in Den Haag und in Brüssel. 1988 diplomierte er von der Ecole Supérieure d'Arts Visuels in Genf, und vertiefte danach zwischen 1990 und 1992 sein Studium an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten Amsterdam. Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Prix Meret Oppenheim im Jahre 2006. Der Künstler stellt regelmässig in verschiedenen europäischen Galerien aus. 2008 zeigten das Museum für byzantinische und christliche Kunst in Athen (GR) und das Stedelijk Museum van Lier (B) seine Werke. Bitte kontaktieren Sie uns, sollten Sie Bildmaterial oder weitere Informationen benötigen. |

