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Presseinformation Richard SERRA – “Large Scale Etchings 1981–1990“ Eröffnung: Donnerstag, 26. August 2010, 17.00 – 20.00 UhrAb 20.30 Uhr Galerienfest im Seebad Enge. Die Ausstellung ist bis zum 1. Oktober zu sehen. Am Donnerstag, den 26. August 2010, eröffnen die Kunstgalerien Innenstadt Links der Limmat die Saison mit grossen Namen und grossen Werken. Bei der Fabian & Claude Walter Galerie macht der amerikanische Künstler Richard Serra (*1939 San Francisco) den Auftakt. Erstmals in Zürich werden in den Räumen des g27 sechs seiner grossformatigen druckgrafischen Arbeiten aus einer einst vergriffenen Auflage zu sehen sein. Richard Serras druckgrafisches Werk ist bislang weniger bekannt als seine Stahlskulpturen. Der Künstler überträgt das Gewicht und die Monumentalität seiner Skulpturen auf das gedruckte Papier. Wer die Kraft des Wechselspiels von Statik und Dynamik, von Balance und Masse in Serras Stahlplattenskulpturen kennt, wird sie im grafischen Werk wiedererkennen: reduziert, verdichtet und raumübergreifend. In ihrer Grösse überragen die Bilder den Betrachter. Auch zweidimensional wirken sie monumental, gerade dadurch öffnen sie Räume zum Nachdenken über die eigene Wahrnehmung. So sind zum Beispiel im ersten der ausgestellten Werke “Back to Black“ die Spuren der Entstehung sicht- und nachvollziehbar verkörpert. Richard Serra spiegelt das Leichte im Schweren und das Schwere im Leichten. Das Medium Print dient dem Künstler zur Reflektion über seine massiven Skulpturen und den Raum, den sie beanspruchen. Seine druckgrafischen Arbeiten sind Studien, die meistens erst nach einer fertigen Skulptur entstehen. Sie sind das Ergebnis einer Untersuchung, in der Serra versucht zu analysieren und zu definieren, was ihn an einer Skulptur fasziniert und was er im Vorfeld nicht verstehen konnte. Dabei interessiert sich der Künstler nicht für die Vervielfältigung, sondern für den aktiven Prozess des Druckens, die Auseinandersetzung mit der Technik sowie die Reaktion des Materials. Richard Serra bezeichnet den Printprozess als “Alchimie“. Der Bezug von Serras druckgrafischer Arbeiten zu seinen bildhauerischen Werken ist nicht zu leugnen. Dennoch stellt die Druckgrafik keinen Randbereich dar, wie oft angenommen, sondern bildet einen eigenständigen Bestandteil seines künstlerischen Schaffens. Die Premiere dieser besonderen druckgrafischen Werke in Zürich schliesst eine Lücke für Sammler, Kenner und Kunstinteressierte. Sie ermöglicht einen neuen Zugang zu einem der bekanntesten Stahlbildhauer- eine Trouvaille. Wir freuen uns, Sie an der Saisoneröffnung begrüssen zu dürfen. Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Fabian & Claude Walter Simone Toellner Biografie: Richard Serra (*1939 San Francisco, USA) studierte an der University of California in Berkeley. 1961 schloss er mit einem BA in Englischer Literatur an der Universität of California in Santa Barbara ab. Drei Jahre später beendete er seine Studien mit einem BFA und einem MFA an der Universität in Yale. Für seine Skulpturen wurde er mit der Skowhagen Medaille (1975), der Praemium Imperiale der Japan Art Association (1994) und dem Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste (2002) ausgezeichnet. Das Museum of Modern Art, New York, zeigte zu Ehren Serras zwei Retrospektiven in 1986 und in 2007. Seine Arbeiten wurden in vielen Einzelausstellungen in Museen, wie dem Musée National d’Art Moderne, Paris, im Museum Haus Lange, Krefeld und im Solomon R. Guggenheim Museum in Bilbao gezeigt. Richard Serra lebt in New York und Nova Scotia. |
